Verbandsliga Mittelrhein Herren: HC Gelpe/Strombach II – TuS Königsdorf 25:38 (10:14).

„Das war Quatsch mit Sauce, so können wir uns in der Verbandsliga nicht präsentieren“, ließ HC-Trainer Daniel Rodriguez nach dem Spiel gegen Spitzenreiter Königsdorf erst einmal Dampf ab. Ihm fehlte jede Erklärung, warum sein Team nach guter erster Hälfte nach dem Seitenwechsel jegliche Präsenz vermissen ließ: „Ich kann mir nicht erklären, was da mit den Jungs los war“, so Rodriguez. Dabei waren die Oberberger gut gestartet: 5:4 (8.) hieß es nach wenigen Minuten. Dass die Gäste anschließend die Führung übernahmen, lag vor allem am Chancenwucher der Hausherren. „Defensiv standen wir gut, auch unser Torhüter hielt einige gute Bälle. Verwandeln wir unsere freien Würfe, wäre zur Pause sogar eine Führung möglich gewesen“, sprach der HC-Coach von einem offenen Schlagabtausch, in dem die Gäste die besseren Nerven hatten.

Nach dem Seitenwechsel war davon aber nichts mehr zu sehen. Königsdorf zog sofort zum 13:21 (37.) davon. Statt Reduzierung der zu hohen Fehlerquote, wurde vielmehr kaum noch ein Zweikampf gewonnen. Bitter wurde es in der Schlussphase: Königsdorf überrannte auseinanderbrechende Oberberger. Aus einem 22:29 (52.) wurde noch ein 25:38-Debakel. „Wir haben verdient verloren, aber in der Höhe deutlich zu hoch“, fand Rodriguez und sprach von einem Lernprozess, durch den sein Team nun durch müsse. „Auch mit 1:7 Punkten ist das immer noch kein Fehlstart, aber langsam sollten wir doch einmal anfangen, zu punkten. Und dafür reichen nicht 20 gute Minuten. Als Aufsteiger müssen wir 60 Minuten durchziehen“, steht das Rodriguez-Team nach dem vierten Spieltag auf dem vorletzten Platz.

Tore HC Gelpe/Strombach: Finn Feuerbach (7), Marvin Scholz (6), Marcel Neese (4), Tom Bonfiglio (3/2), Jan Höfer, Maurice Ginczek (je 2), Tim Heider (1).

Text: Oberberg-Aktuell.de.